Hoßhobby hat geschrieben: Dienstag 7. April 2026, 21:53
Da bin ich ja gerade richtig, von wegen Hefe.
Warum auch immer habe ich den West Coaster IPA von der Brau-Partner*in als Übernachtmaische in 72 Grad Wasser gegeben und
erst ca. 15 Stunden später mit ca. 51 Grad abgeläutert.
Nein, nicht mal das. Ich habe die Vorderwürze in den Gärtank abgelassen.
Bei dem Rezept lag die SafAle US-05 og und ich hab sie einfach drauf gegeben (bei ca. 40 Grad).
So. Und weil die Zeit fehlte, hab ich gleich den Hopfen nachgegeben (hier nicht nach Rezept).
Jetzt steht der Gäreimer bei ca 21 Grad und blubbert noch immer vor sich hin ( 5 Tage).
Stammwürze lag bei ca. 22 Brix und jetzt bei ca. 15 Brix.
Warum schafft es die Hefe bei so hoher Anfangsemperatur, da ja sonst immer viel Wert darauf gelegt wird das Würze und Hefe gleiche Temperatur haben sollten (Stressfaktor Hefe).
Und noch ne Frage.
Soll ich das ungekochte Bier noch verzuckern, bzw. Speise zugeben?
Gibt es dafür einen "Rechner"?.
Dankeschön im Voraus:)
Was erwartest du, was da rauskommen soll?
Die hast eine ziemlich lange Übernachtmaische gemacht und bei recht hoher Temperatur eingemaischt, allein das produziert schon viele unvergärbare Zucker. Dann hast du nicht gekocht, also die Würze nicht sterilisiert und keine unerwünschten Stoffe ausgetrieben. Den Hopfen hast du dann in die lauwarme Würze geworfen. Unterhalb von 80 Grad findet so gut wie keine Isomerisierung mehr statt, also keine Bitterung. Sprich vom Hopfen bleibt maximal ein bisschen Aroma übrig, wenn überhaupt.
So und dann hast du die Hefe bei 40 Grad aufgestreut. Eine Temperatur weit außerhalb der empfohlenen Werte. Aufstreuen allein killt schon eine ganze Menge an Hefezellen, aber bei der Temperatur dürfte ein Großteil der Zellen tot sein. Und der Rest müht sich jetzt mit einer Würze von 22 Brix ab. So einen Doppelbock stellt man normalerweise mit der dreifachen Menge an vitaler Hefe an.
Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber Bier in dem Sinne wie wir das kennen, wird das nicht.