Andere Rauchbiere

GeschmackSo wie mit dem Aroma, sollte eine Ausgewogenheit zwischen Rauchcharakter und dem erwarteten Geschmack des Grundbieres existieren. Der Rauchcharakter reicht von niedrig bis auffallend. Der Rauchgeschmack reicht von holzbetont bis in Richtung Speck, bzw. Räucherschinken, in Abhängigkeit von den benutzten Malzsorten. Torf-geräuchertes Malz kann zu einem erdigen Geschmack beitragen. Die Ausgewogenheit des Grundbieres und des Rauchmalzes kann variieren, allerdings sollte das Endprodukt immer ausgewogen und trinkbar sein. Der Rauchmalz kann etwas Trockenheit dem Bier im Abgang verleihen. Scharfe, bittere, verbrannte, verkohlte, gummiartige, schwefelige oder phenolische Rauchcharakteristika sind in der Regel unerwünscht (allerdings können einige dieser Geschmacksnoten in einigen Grundbieren auftauchen, der Rauchmalz sollte aber keine dieser Geschmäcker dem Bier bescheren).
AromaDas Aroma sollte eine angenehme Ausgewogenheit zwischen dem erwartetem Aroma des Grundbieres (z.B. einem Robust Porter) und dem Raucharoma durch den eingesetzten Rauchmalz ergeben. Die Intensität und der Charakter des Rauchmalzes, wie auch des Grundbieres darf variieren, bis hin dass eins von beiden die Ausgewogenheit zu einer Seite hin tendieren lässt. Der Rauchcharakter kann von niedrig bis auffallend reichen, aber weiterhin gilt, dass Ausgewogenheit Priorität hat und ein gut gemachtes Bier ausmacht. Die Qualität und die sekundären Charakteristika des Rauchmalzes sollten die Quelle reflektieren (z.B. Torf, Esche, Eiche, Buche). Aromen, wie scharf, phenolisch, gummiartig oder verbrannte Töne sind nicht erwünscht.
MundgefühlVariiert mit der Sorte des Grundbieres. Auffallend adstringente, phenolische rauchbasierende Schärfe sollte nicht vorkommen.
AussehenVariiert. Die Farbe sollte sich an der Farbe des Grundbieres orientieren, allerdings ist die Farbe oft ein wenig dunkler als beim entsprechenden original Grundbier.
KommentierungJede Biersorte kann prinzipiell mit Rauchmalz hergestellt werden, wobei das Ziel ist, eine Ausgewogenheit zwischen dem Rauchcharakter und dem Charakter des Grundbieres herzustellen. Im Sinne einer Bewertung sollte die Sorte des Grundbieres angegeben werden. Die Quelle der Räucherung sollte angegeben werden, wenn es sich bewusst um ein“ sortenreines“ Bier (im Sinne der Rauchbasis) handelt. Die eingereichten Proben werden danach bewertet, wie gut sich das Grundbier zeigt und wie gut sich dieses mit dem Rauchcharakter verbindet. Wenn die Rauchquelle angegeben wird, dann wird danach bewertet, wie gut der angegebene Charakter tatsächlich präsent ist. (…) Wie erwähnt, findet in der Regel eine Bewertung nach Ausgewogenheit statt.
ZutatenVerschiedene rauchgeeignete Quellen resultieren auch in sehr unterschiedlichen Aromen und Geschmäckern. Buche, Torf oder bestimmte Harthölzer (wie z.B. Eiche, Ahorn, Mesquite, Esche, Pekan, Apfel, Kirsche oder andere Fruchthölzer) können als Quelle für das Rauchmalz eingesetzt werden. Die verschiedenen Hölzer können durch Assoziationen mit bestimmten geräucherten Produkten aufweisen (z.B. Hickory für Spare Ribs, Ahorn bei Speck oder Würsten oder Esche bei Räucherlachs). Nadelholz sollte niemals benutzt werden, dass es dem Bier eine medizinische, zederige Art verleiht. Der exzessive Einsatz von torfgeräucherten Malz ist in der Regel nicht erwünscht, da es dem Bier einen scharfen, phenolischen und betont erdigen Charakter verleiht. Die weiteren Zutaten werden durch das Grundbier bestimmt. Wenn Rauchmalze mit anderen ungewöhnlichen Zutaten in auffälligen Mengen verwandt werden (z.B. Früchte, Gemüse, Gewürze, Honig etc.), sollte das Bier in der experimentellen, bzw. Spezialbierkategorie bewertet werden.
Kommerzielle BeispieleAlaskan Smoked Porter, Spezial Rauchbier, Stone Smoked Porter, Schlenkerla Weizen Rauchbier, Schlenkerla Ur-Bock Rauchbier, Rogue Smoke, Arcadia London Porter, DeGroen’s Rauchbock.

Quelle: BJCP.org
Quelle: kgbrauereien.org

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