Läuterbottich

Der Läuterbottich ist ein unbeheiztes Gefäß, in dem nach dem Maischen die flüssige Würze von den festen Trebern getrennt wird.

Der klassische Läuterbottich besitzt einen Läuterboden, auch Senkboden genannt. Das ist ein in Bodennähe befindlicher zweiter Boden aus Messing, Bronze oder Edelstahl, der eine Vielzahl von Löchern oder Schlitzen besitzt, durch die die Würze beim Läutern abfließen kann, während die Treber zurückgehalten werden. Bei guten Läuterböden erweitern sich die Löcher oder Schlitze nach unten, um ein Verlegen der Öffnungen durch die Treber zu vermeiden.

Der Boden des Läuterbottichs besitzt je nach Fläche eine Anzahl von Ablauföffnungen, die über Rohre und regelbare Ventile mit dem Läutergrant oder einem Schauglas, Vorrichtungen zur Sichtkontrolle der Würze, verbunden sind. Die Ventile werden so eingestellt, dass ein möglichst kleiner, über die gesamte Fläche gleichmässiger Unterdruck am Läuterboden entsteht, damit die Treber möglichst gleichmäßig abgeläutert und ausgewaschen werden, ohne sich zusammenziehen und damit den Würzefluss zu behindern.

Bestandteil professionelle Läuterböden sind Hackmesser, die auf einem drehbaren Träger angeordnet sind. Sie sind meist verstellbar und dienen der Auflockerung der Treber während des Läuterns und, in Ausräumstellung, dem Austrebern, also der Entfernung der Treber durch große Öffnungen im Läuterboden. Oft werden über diesen Träger auch die Nachgüsse aufgebracht.

Im Hobbybrauerbereich wird der Läuterboden oft durch geschlitze Kupferrohre oder einen Panzerschlauch mit seitlichem Ablauf ersetzt.

Drucken/exportieren
QR-Code
QR-Code Läuterbottich (erstellt für aktuelle Seite)
*
^